Modul 4 von 6

Sicherheit, Schutz & Privatsphäre

4.1 Torwächter

AktivitätstypGeführte Diskussion – Visuelle Zuordnung – Persönliche Reflexion

Dauer30 Minuten

GruppierungGesamte Klasse/Paare/Einzelarbeit

Beschreibung

Die Schüler:innen erforschen den Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Räumen sowie Informationen durch eine geführte Diskussion und visuelle Beispiele. Anhand vertrauter Alltagssituationen üben die Lernenden, zuzuordnen, was normalerweise öffentlich oder privat ist, und reflektieren darüber, dass jede Person selbst entscheiden kann, welche Informationen sie privat behält oder teilt. Die Aktivität fördert ein frühes Bewusstsein für Privatsphäre, Grenzen und persönliche Verantwortung.

Lernziele

Am Ende dieser Aktivität werden die Lernenden:

  • Zwischen öffentlichen und privaten Räumen sowie Informationen unterscheiden
  • Erklären, warum manche Dinge privat bleiben sollten
  • Erkennen, dass Menschen selbst entscheiden können, was sie teilen
  • Respektvolle Diskussion und persönliche Entscheidungsfindung üben
Materialien
  • Bildkarten oder visuelle Hilfsmittel mit Beispielen für Orte und Informationen (Siehe Anhang A)
  • Arbeitsblatt für Schüler:innen mit Kontrollkästchen für Öffentlich / Privat (Siehe Anhang B)
  • Bleistifte oder Buntstifte
Ausstattung
  • Whiteboard oder Plakatwand
  • Marker
  • Optional:Beamer oder Bildschirm für Bilder

VORGEHEN

EINSTIEG 
  1. Bereiten Sie Bildkarten oder Folien mit Beispielen wie einem Park, Bus, Waschraum, Auto, Augenfarbe, Passwort, Bank-PIN vor.
  2. Bereiten Sie das Board mit zwei Überschriften vor: ÖFFENTLICH und PRIVAT.
  3. Legen Sie Arbeitsblätter und Schreibmaterialien bereit, sodass sie leicht verteilt werden können.
VORAKTIVITÄT

5 Minuten

  1. Fragen Sie die Schüler:innen: „Was bedeutet ‚öffentlich‘?“ und „Was bedeutet ‚privat‘?“
  2. Akzeptieren Sie verschiedene Antworten und korrigieren Sie noch nicht.
  3. Erklären Sie, dass sie sich heute Alltagsbeispiele anschauen und gemeinsam entscheiden werden.

Ziel in den Worten der Schüler:innen

  • „Einschätzen, was öffentlich ist, was privat ist und was ich teilen möchte.“
AKTIVITÄT

20 Minuten

Vorbereitung

  1. Erklären Sie, dass manche Dinge meistens öffentlich, andere meistens privat sind und manches von der eigenen Entscheidung abhängt.
  2. Stellen Sie vor, dass es nicht immer nur eine richtige Antwort gibt.

Vormachen

  1. Zeigen Sie ein Beispiel, zum Beispiel einen Park.
  2. Denken Sie laut: „Viele Menschen können dorthin gehen und es sehen, deshalb sagen wir meistens, das ist öffentlich.“
  3. Zeigen Sie ein zweites Beispiel, zum Beispiel ein Passwort.
  4. Denken Sie laut: „Das gehört nur einer Person, deshalb behalten wir es normalerweise privat.“

Durchführen

  1. Zeigen Sie jeweils nur ein visuelles Beispiel.
  2. Bitten Sie die Schüler, abzustimmen oder die Hand zu heben für ‚öffentlich‘ oder ‚privat‘.
  3. Platzieren Sie das Beispiel unter der passenden Überschrift an der Tafel.
  4. Stellen Sie Folgefragen wie „Warum?“ oder „Könnte sich das jemals ändern?“
  5. Verwenden Sie Beispiele wie Park, Bus, Toilette, Auto, Augenfarbe, Passwort, Bank-PIN.

Zwischenstopp

  1. Bitten Sie die Schüler, den Unterschied zwischen öffentlich und privat mit eigenen Worten zu erklären.
  2. Achten Sie auf Verständnis statt auf auswendig gelernte Definitionen.

Reflexion

  • Fragen Sie: „Ist die Augenfarbe immer privat?“
  • Fragen Sie: „Kann etwas privat sein, auch wenn andere es sehen können?“
  • Führen Sie die Schüler zu der Erkenntnis, dass Menschen selbst entscheiden, welche Informationen sie teilen.
NACHBEREITUNG

5 Minuten

  1. Teilen Sie das Arbeitsblatt mit den Kontrollkästchen aus.
  2. Die Schüler entscheiden bei jedem Punkt, ob sie ihn öffentlich oder privat halten würden.
  3. Betonen Sie, dass die Antworten bei verschiedenen Personen unterschiedlich sein können.
ABSCHLUSS
  1. Sammeln Sie Arbeitsblätter und Materialien ein.
  2. Fassen Sie die zentrale Idee zusammen: „Du entscheidest, welche Informationen du teilst.“
  3. Abschließende Botschaft an die Schüler: „Klug mit Privatsphäre umzugehen hilft, dich zu schützen.“

NOTIZEN

Klassenmanagement
  • Ermutigen Sie zu respektvollem Zuhören und unterschiedlichen Meinungen
  • Vermeiden Sie es, die Schüler nach sensiblen persönlichen Informationen zu fragen
Erweiterungen & Zusatzaktivitäten
  • Fügen Sie digitale Beispiele wie Benutzernamen oder Fotos hinzu
  • Erstellen Sie ein Klassenplakat mit Regeln zum Teilen von Informationen
  • Betrachten Sie Superhelden und Schurken – warum schützen sie ihre Identität?
  • Erstellen Sie ein Diagramm, welche Informationen jeder Schüler teilen oder privat halten möchte
Differenzierung
  • Jüngere Schüler: verwenden Sie nur ortsbezogene Beispiele
  • Ältere Schüler: gehen Sie zu schwierigeren Themen über (DNA, Gesichtserkennung, GPS-Standort, Name)
  • DaZ/Inklusion: Visualisierungen, Gesten, einfache Sprache
  • Sicherheit: Fragen Sie nicht nach echten Passwörtern oder persönlichen Daten

Anhänge

4.2 Telefonüberwachung

AktivitätstypSimulationsspiel – Geführte Diskussion – Erfahrungsbasiertes Lernen

Dauer40–50 Minuten

GruppierungKleine Teams, Diskussion in der gesamten Klasse

Beschreibung

Die Schüler:innen erforschen, wie sich Informationen verändern, je nachdem, wer sie übermittelt und wer sie hören darf. Durch eine Reihe kurzer Nachrichten-Weitergabe-Spiele mit wechselnden Regeln erleben die Lernenden Vertrauen, Fehler und absichtliche Störungen aus erster Hand. Die Reflexion konzentriert sich darauf, wie Nachrichten sich verändern, durchsickern oder geschützt werden können und wer entscheiden sollte, wer Zugang zu Informationen erhält.

Lernziele

Am Ende dieser Aktivität werden die Lernenden:

  • Erleben, wie sich Informationen verändern können, wenn sie zwischen Menschen weitergegeben werden
  • Den Unterschied zwischen Fehlern und absichtlichen Veränderungen erkennen
  • Verstehen, dass nicht jede Nachricht für alle bestimmt ist
  • Anfangen, kritisch über Vertrauen, Privatsphäre und Kontrolle von Informationen nachzudenken
Materialien
  • Vorbereitete kurze und lange Nachrichtenkarten (für die Lehrkraft) (Siehe Anhang A)
  • Papier und Stift für die Variante Laufdiktat
  • Optional:Einfache Symbol- oder Ersetzungscode-Tabelle für optional verschlüsselte Nachricht (Siehe Anhang B)
Ausstattung
  • Freier Klassenraum für Bewegung
  • Whiteboard oder Plakat für Reflexionsnotizen
  • Optional: Timer

VORGEHEN

EINSTIEG
  1. Bereiten Sie im Voraus einfache und komplexe Nachrichten vor.
  2. Entscheiden Sie die Teamaufteilung mit 6–8 Schüler:innen pro Gruppe.
  3. Schaffen Sie Platz, damit sich die Schüler:innen aufstellen oder sicher bewegen können.
VOR DER AKTIVITÄT

5 Minuten

  1. Fragen Sie die Schüler:innen, ob sie schon einmal Stille Post gespielt haben.
  2. Fragen Sie, ob die Nachricht immer gleich bleibt.
  3. Erklären Sie, dass heute getestet wird, wem man eine Nachricht anvertrauen kann.
  4. Vermeiden Sie technische oder abstrakte Begriffe.

Ziel in den Worten der Schüler:innen

  • „Sehen, was mit einer Nachricht passiert, wenn verschiedene Menschen sie weitergeben.“
AKTIVITÄT

30–35 Minuten

Vorbereitung

  1. Teilen Sie die Klasse in kleine Teams auf.
  2. Erklären Sie, dass jedes Team mehrere kurze Runden mit gleichem Ablauf, aber unterschiedlichen Regeln spielt.
  3. Betonen Sie, dass niemand für Fehler Ärger bekommt.

Vormachen

  1. Demonstrieren Sie die Flüsterregeln anhand eines sehr kurzen Beispiels.
  2. Regeln klar verstärken: nur flüstern, nicht wiederholen, keine Fehler korrigieren.

Durchführen

Runde 1 – Einfache Nachricht (Vertrauenswürdige Kette)

  1. Flüstere dem ersten Schüler einen sehr einfachen Satz zu.
  2. Die Schüler geben die Nachricht durch Flüstern in der Reihe weiter.
  3. Der letzte Schüler sagt die Nachricht laut.
  4. Zwischenfrage: War die Nachricht korrekt, hat jemand sie absichtlich verändert, war es einfach, der Gruppe zu vertrauen?

Runde 2 – Schwierige Nachricht (Komplexe Information)

  1. Nutze denselben Ablauf mit einem längeren, präziseren Satz.
  2. Führe die Flüsterkette erneut durch.
  3. Der letzte Schüler sagt die Nachricht laut.
  4. Zwischenfrage: Was hat sich verändert, wo ist es schiefgelaufen, war jemand absichtlich böse oder war es einfach schwierig?

Runde 3 – Versteckte Regel (Absichtliche Veränderung)

  1. Nutze dieselbe komplexe Nachricht.
  2. Teile einem Schüler in der Mitte heimlich mit, dass er ein Wort ändern darf.
  3. Gib diese Regel nicht öffentlich bekannt.
  4. Führe die Flüsterkette durch.
  5. Zwischenfrage: Hat sich das anders angefühlt als Fehler, woran konnten wir erkennen, dass etwas nicht stimmte, was war unfair?

Optionale Variante – Laufdiktat (Kontrolle vs. Vertrauen)

Runde 4 – Vertrauenswürdiger Läufer

  1. Lege die Nachricht auf Papier auf die andere Seite des Raumes.
  2. Ein Schüler läuft hin, liest sie und kehrt zurück, um sie dem Schreiber zu erzählen.
  3. Der Schreiber notiert die Nachricht.
  4. Zwischenfrage: War das klarer als Flüstern und warum?

Runde 5 – Unvertrauenswürdiger Raum

  1. Füge einen Zuhörer in der Nähe des Läufers hinzu.
  2. Der Zuhörer darf hören, aber die Nachricht nicht sehen.
  3. Zwischenfrage: Wer hat etwas erfahren, das er nicht sollte, und war die Nachricht trotzdem sicher?

Optionale letzte Wendung – Verschlüsselte Nachricht

  1. Wiederhole das Laufdiktat mit der Nachricht in einem einfachen Symbolcode (Siehe Anhang B).
  2. Bitte die Schüler zu beobachten, wer sie verstehen kann.
  3. Zwischenfrage: Wer kann sie lesen und wer hört sie nur, lernt aber nichts?

Reflexion

  1. Frage, wer alles hören sollte.
  2. Frage, wer nichts hören sollte.
  3. Frage, wer entscheiden sollte.
  4. Erlaube den Schülern, das Problem mit eigenen Worten zu benennen.
NACHBEREITUNG

5–10 Minuten

  1. Wiederhole, dass Nachrichten sich verändern, durchsickern oder manipuliert werden können.
  2. Betone, dass Vertrauen von Regeln und Grenzen abhängt.
  3. Stelle den Bezug zu früheren Lektionen über öffentliche und private Informationen her.
ABSCHLUSS

5 Minuten

  1. Bedanke dich bei den Schülern für ihre ehrliche Teilnahme.
  2. Stelle die Sitzordnung im Klassenraum wieder her.
  3. Abschließende Botschaft an die Schüler: Sorgfältiger Umgang mit Informationen hilft, Menschen zu schützen.

NOTIZEN

Klassenmanagement
  • Normalisiere Fehler und emotionale Reaktionen, während du ruhig und souverän bleibst.
  • Beschuldige oder enttarne die heimliche Regelbrecherin oder den Regelbrecher nicht, es sei denn, die Schülerinnen und Schüler fragen ausdrücklich danach.
Erweiterungen & Lückenfüller-Aktivitäten
  • Schreibe eine Klassenregel zum Schutz von Nachrichten oder gestalte das Spiel so um, dass es gerechter wird.
Differenzierung
  • Jüngere Schülerinnen und Schüler: kürzere Nachrichten und weniger Runden.
  • DaZ/Barrierefreiheit: visuelle Hinweise, langsameres Tempo, Unterstützung durch Partnerin oder Partner.
  • Sicherheit: kontrollierte Bewegungen und klare Flüsterregeln.

Anhänge

4.3 Cypherpunks schreiben Code

Aktivitätstyp Bastelarbeit – Individuelle Entschlüsselungsaktivität – Geführte Übung

Dauer 45–60 Minuten

Gruppierung Einzelarbeit mit Demonstration für die ganze Klasse

Beschreibung

Die Schüler werden an die Idee von Codes als Möglichkeit herangeführt, Informationen zu verbergen und zu schützen. Durch eine praktische Bastelarbeit bauen die Lernenden ein einfaches Chiffrierscheibenrad und verwenden es, um Bitcoin-bezogene Vokabeln zu verschlüsseln und zu entschlüsseln. Die Aktivität verbindet Feinmotorik, logisches Denken und erste kryptografische Konzepte und festigt dabei neue Begriffe auf spielerische und anschauliche Weise.

Lernziele

Am Ende dieser Aktivität werden die Lernenden:

  • Die Bedeutung von Verschlüsseln und Entschlüsseln verstehen; erkennen, dass sich das Ergebnis ändert, wenn man den Code ändert; eine Chiffrierscheibe verwenden, um einfache Wörter zu verschlüsseln und zu entschlüsseln; ausgewählte Bitcoin-Vokabeln korrekt entschlüsseln und verschlüsseln.
Materialien
  • Ausgedruckte Chiffrierscheiben-Vorlagen mit inneren und äußeren Alphabetringen (Siehe Anhang A)
  • Ausgedrucktes Arbeitsblatt mit verschlüsselten Bitcoin-Vokabeln (Siehe Anhang B)
  • Bleistifte, Buntstifte oder Filzstifte
  • Optional: Vorgefertigte Chiffrierscheibe für die Demo, Musterbeutelklammern oder Splinte zum Befestigen der Scheiben, zusätzliche Übungsarbeitsblätter
Ausstattung
  • Schere
  • Whiteboard oder Plakatkarton
  • Optional: Projektor für Demonstration, Linkshänderscheren

VORGEHEN

EINSTIEG 

Vorbereitung durch die Lehrkraft

  1. Chiffrierscheiben-Vorlagen und Arbeitsblätter ausdrucken und vorbereiten.
  2. Eine große Demonstrations-Chiffrierscheibe vorschneiden oder eine visuelle Version für die Tafel vorbereiten.
  3. Sicherstellen, dass Scheren und Splinte sicher verteilt werden.

VORAKTIVITÄT

5 Minuten

  1. Die Schüler fragen, ob sie wissen, was ein Geheimcode ist.
  2. Fragen, wo sie schon einmal Codes gesehen haben, z. B. in Spielen, bei geheimen Nachrichten oder Schlössern.
  3. Die Begriffe verschlüsseln und entschlüsseln in einfacher Sprache einführen.
  4. Erklären, dass sie heute lernen werden, wie man Wörter mit einem Code versteckt und wieder sichtbar macht.

Ziel in den Worten der Schüler

  •  „Ein Geheimcode-Werkzeug basteln und damit Wörter verstecken und lesen.“
AKTIVITÄT

35–45 Minuten

Vorbereitung

  1. Erklären, dass Buchstaben verschoben werden können, um geheime Nachrichten zu erstellen.
  2. Das Alphabet an die Tafel schreiben und eine einfache Buchstabenverschiebung zeigen, z. B. A wird zu D.

Vormachen

  1. Das Verschlüsseln eines kurzen Wortes mit einer Buchstabenverschiebung vorführen.
  2. Das Entschlüsseln desselben Wortes zurück zum Original vorführen.
  3. Die Chiffrierscheibe vorstellen und zeigen, wie sich durch Drehen die Ausgabebuchstaben ändern.
  4. Erkläre, dass sich das Ergebnis ändert, je nachdem, wie viele Schritte das Rad gedreht wird.

Durchführen

Teil 1 – Basteln des Chiffrierscheibe

  1. Die Schüler schneiden die innere und äußere Buchstaben-Kreise aus.
  2. Die Schüler legen den kleineren Kreis auf den größeren.
  3. Die Schüler befestigen die Kreise mit einer Reißzwecke, sodass das Rad sich frei drehen kann.
  4. Die Schüler testen das Rad, indem sie verschiedene Buchstaben aufeinander ausrichten.

Zwischenstopp

  1. Bitte die Schüler, gemeinsam als Klasse ein Wort zu entschlüsseln.
  2. Überprüfe, ob die Schüler verstehen, wie sich das Ergebnis ändert, wenn das Rad verstellt wird.

Teil 2 – Übung: Verschlüsseln und Entschlüsseln

  1. Die Schüler verwenden ihre Chiffrierscheibe, um Wörter auf dem Arbeitsblatt zu entschlüsseln.
  2. Die Schüler verschlüsseln vorgegebene Bitcoin-Vokabeln mit einer gewählten Buchstabenverschiebung.
  3. Geht herum, um die Schüler zu unterstützen und das Verständnis zu überprüfen.

Reflexion

  • Frage die Schüler, was passiert ist, als sie die Position des Rades verändert haben.
  • Frage, ob dasselbe Wort immer gleich aussieht, wenn sich der Code ändert.
  • Frage, warum jemand Informationen auf diese Weise verstecken möchte.
NACHBEREITUNG

2 Minuten

  • Wichtige Begriffe wiederholen: verschlüsseln, entschlüsseln, Code, Nachricht.
ABSCHLUSS
  • Sammle Scheren und Materialien ein.
  • Erlaube den Schülern, ihre Chiffrierscheiben zu behalten.
  • Abschließende Botschaft an die Schüler: „Wenn sich der Code ändert, ändert sich die Nachricht, aber die Bedeutung bleibt gleich.“

NOTIZEN

Klassenmanagement
  • Beaufsichtige den Umgang mit Scheren und Reißzwecken sorgfältig.
  • Ermutige zu Geduld während der Bastelphase.
Erweiterungen & Zusatzaktivitäten
  • Zeitgesteuerte Entschlüsselungs-Challenge mit neuen verschlüsselten Wörtern.
  • Spiele eine Entschlüsselungs-Challenge wie Chiffre-Galgenmännchen, bei der das verschlüsselte Wort an die Tafel geschrieben wird.
Differenzierung
  • Jüngere Schüler: Kürzere Wörter und feste Buchstabenverschiebung, Verwende Nicht-Bitcoin-Vokabeln
  • Ältere Schüler: Wählen und notieren ihre eigene Buchstabenverschiebung, die andere lösen sollen.
  • DaZ/Barrierefreiheit: Visuelle Buchstabenhilfen und Unterstützung durch Mitschüler.
  • Sicherheit: Abgerundete Scheren und beaufsichtigte Nutzung der Reißzwecken.

Anhänge

4.4 Nostr

AktivitätstypSimulationsspiel – Bastelbasierte Verschlüsselung – Wettbewerb

Dauer50–60 Minuten

GruppierungKleine Teams mit drei Schülern

Beschreibung

Aufbauend auf den vorherigen Aktivitäten zu Vertrauen, Nachrichtenübermittlung und Abfangen vergleichen die Schüler nun offene Informationsübertragung mit verschlüsselter Kommunikation. Die Lernenden erleben zunächst, wie das Weitergeben von Informationen Vertrauen in Vermittler erfordert und wie Nachrichten mitgehört oder verändert werden können. Anschließend führen sie Chiffrierscheiben ein, um Nachrichten zu schützen, und entdecken, dass Informationen privat bleiben können, selbst wenn sie über nicht vertrauenswürdige oder öffentliche Kanäle weitergegeben werden.

Voraussetzungen

  • 4.2 - Stille Post
  • 4.3 - Cypherpunks schreiben Code
Lernziele

Am Ende dieser Aktivität werden die Lernenden:

  • Wiederholen, wie Informationsübertragung Vertrauen in Vermittler erfordert
  • Erkennen, wie Nachrichten beim offenen Übertragen durchsickern oder sich verändern können;
  • Verstehen, dass Verschlüsselung Informationen schützt, selbst wenn Vermittler nicht vertrauenswürdig sind
  • Wörter erfolgreich mit einer Chiffrierscheibe verschlüsseln und entschlüsseln.
Materialien
  • Vorbereitete Wort- oder Satzkarten zur Übermittlung
  • Chiffrierscheiben-Vorlagen für jeden Schüler (Siehe Anhang A)
  • Arbeitsblätter oder leeres Papier zum Übertragen
  • Bleistifte oder Marker
  • Optional:Beispiel für einfache und komplexe Nachrichten (Siehe Anhang B)
Ausstattung
  • Scheren
  • Musterbeutelklammern oder Musterklammern für die Chiffrierscheiben
  • Freier Klassenraum für Bewegung
  • Optional: Stoppuhr

VORGEHEN

EINSTIEG 
  1. Den Raum so anordnen, dass pro Team zwei Tische weit auseinander stehen, um Abstand zu schaffen.
  2. Offene Nachrichtenkarten an jedem Absendertisch platzieren.
  3. Materialien für die Chiffrierscheiben vorbereiten, aber bis Phase 2 versteckt halten.
VORAKTIVITÄT

5 Minuten

  1. Die Schüler bitten, sich an die vorherige Aktivität zu erinnern, bei der Nachrichten geflüstert oder weitergegeben wurden.
  2. Fragen, welche Probleme sie mit Vertrauen, Fehlern oder Mithören bemerkt haben.
  3. Die Schüler daran erinnern, dass sie beim letzten Mal Nachrichten nicht privat halten konnten.
  4. Erklären, dass sie heute testen werden, ob dieses Problem gelöst werden kann.

Ziel in den Worten der Schüler

  • „Finde einen besseren Weg, Nachrichten zu senden, ohne dass allen vertraut werden muss.“
AKTIVITÄT

40–45 Minuten

Vorbereitung

  1. Teile die Schüler in Dreier-Teams ein.
  2. Weise die Rollen zu: Spieler 1 ist der Sender, Spieler 2 ist der Läufer, Spieler 3 ist der Empfänger.
  3. Erkläre, dass die Rollen während der gesamten Aktivität gleich bleiben.

Vormachen

  1. Führe eine kurze Runde Laufdiktat mit einer offenen Nachricht vor.
  2. Weise darauf hin, dass der Läufer sich die Nachricht genau merken und wiederholen muss.
  3. Erinnere die Schüler daran, dass jeder in der Nähe die Nachricht mithören kann.

Phase 1 – Offene Übertragung (Vertrauen erforderlich)

  1. Spieler 1 liest die Nachricht am Sendertisch still.
  2. Spieler 1 liest die Nachricht leise Spieler 2 am Sendertisch vor.
  3. Spieler 2 läuft zu Spieler 3 und gibt die Nachricht mündlich weiter.
  4. Spieler 3 schreibt auf, was er hört.
  5. Spieler 2 darf nach Bedarf hin- und herlaufen.
  6. Das erste Team, das die Nachricht erfolgreich überträgt, gewinnt.

Zwischenbesprechung

  • Frage, ob die endgültige Nachricht mit dem Original übereinstimmte.
  • Frage, ob Läufer Nachrichten anderer Teams mitgehört haben.
  • Frage, ob der Läufer die Macht hatte, die Nachricht zu verändern.
  • Betone, dass das System nur funktionierte, wenn dem Läufer vertraut wurde.

Phase 2 – Verschlüsselte Übertragung (Vertrauen reduziert)

  1. Verteile Materialien für die Chiffrierscheibe und lasse die Schüler diese zusammenbauen.
  2. Sender und Empfänger einigen sich privat mithilfe der Scheibe auf eine Buchstabenverschiebung.
  3. Spieler 1 verschlüsselt eine neue Nachricht mit der vereinbarten Chiffre.
  4. Spieler 2 übermittelt nur die verschlüsselte Nachricht, ohne deren Bedeutung zu kennen.
  5. Spieler 3 schreibt die Nachricht auf und entschlüsselt sie mit der Chiffrierscheibe.

Wettkampfregeln

  • Teams erhalten Punkte für korrektes Entschlüsseln.
  • Sowohl Schnelligkeit als auch Genauigkeit sind wichtig.
  • Läufer dürfen die Chiffre nicht erfahren.

Reflexion

  1. Frage, was sich zwischen offener und verschlüsselter Übertragung geändert hat.
  2. Frage, ob Vertrauen in den Läufer noch notwendig war.
  3. Frage, wer in jeder Phase Zugang zur Nachricht kontrollierte.
NACHBEREITUNG

5–10 Minuten

  1. Wiederhole, dass frühere Aktivitäten gezeigt haben, wie Nachrichten abgefangen oder verändert werden können.
  2. Wiederhole, dass Verschlüsselung es ermöglicht, Nachrichten sicher durch öffentlichen Raum zu senden.
  3. Stelle den Bezug her zur Frage, welche Informationen öffentlich oder privat sein sollen.
ABSCHLUSS

5 Minuten

  1. Sammle gemeinsam genutzte Materialien ein und bringe den Raum in Ordnung.
  2. Erlaube den Schülern, ihre Chiffrierscheiben zu behalten.
  3. Abschließende Botschaft an die Schüler: „Du musst nicht jedem vertrauen, wenn deine Nachricht geschützt ist.“

NOTIZEN

Klassenmanagement
  • Ältere Schüler können ihre Rolle im Staffellauf selbst wählen.
  • Kontrolliere die Laufwege und bestehe bei Bedarf auf Gehen.
  • Betone, dass Fehler erwartet werden und zum Lernen dazugehören.
Erweiterungen & Zusatzaktivitäten
  • Rollen tauschen und mit einer neuen Chiffre wiederholen.
  • Nachrichtenlänge erhöhen oder Ablenkungsnachrichten hinzufügen.
Differenzierung
  • Jüngere Schüler: einzelne Wörter und fester Buchstabenverschiebung.
  • ELL/Barrierefreiheit: Alphabet-Tabellen und langsameres Tempo.
  • Sicherheit: Klare Bewegungsregeln und beaufsichtigte Werkzeugnutzung.

Anhänge

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