Modul 2 von 6

Zeit, Energie & Belohnung

2.1 Arbeiten, Ausruhen & Spielen

Aktivitätstyp Interaktive Gruppenaktivität – Persönliche Reflexion

Dauer 45 Minuten

Gruppierung Ganze Klasse für gemeinsame Aktivitäten, dann einzeln oder in Paaren für die Reflexion

Beschreibung

Die Schüler:innen erforschen, wie alltägliche Aktivitäten in Arbeit, Erholung und Spiel eingeteilt werden können. Durch eine gemeinsame Zuordnungsaufgabe und das individuelle Aufzeichnen ihres Tagesablaufs reflektieren die Lernenden, wie sie ihre Zeit über den Tag hinweg nutzen. Die Aktivität fördert ein erstes Bewusstsein für Ausgewogenheit, Energie und bewusste Zeitnutzung.

Lernziele

Am Ende dieser Aktivität werden die Lernenden:

  • Aktivitäten als Arbeit, Erholung oder Spiel erkennen und einordnen
  • Reflektieren, wie ihre Zeit im Alltag verteilt ist
  • Die Bedeutung des Gleichgewichts zwischen Arbeit, Erholung und Spiel erkennen
  • Beginnen, den Zusammenhang zwischen Zeitnutzung, Energie und Wohlbefinden herzustellen
Materialien
  • Karten mit alltäglichen Aktivitäten (z. B. Zähneputzen, Hausaufgaben, Fußball, Videospiele, Schlafen, Kochen, Lesen)
  • Leere Vorlagen für Tagesabläufe:
  • Bleistifte, Buntstifte, Filzstifte
  • Optional: Zusätzliche leere Karten für von Schüler:innen erfundene Aktivitäten, visuelle Hilfsmittel (Siehe Anhang A)
Ausstattung
  • Großes Poster oder Tafel, unterteilt in ARBEIT – ERHOLUNG – SPIEL (Siehe Anhang B)
  • Whiteboard oder Wandfläche
  • Klebeband oder Magnete zum Befestigen der Karten
  • Optional: Timer oder visuelle Uhr

VORGEHEN

EINSTIEG

3 Minuten

VORAKTIVITÄT

5–10 Minuten

  1. Fragen Sie die Schüler:innen:
  • "Was ist Arbeit?"
  • "Was ist Erholung?"
  • "Was ist Spiel?"
  1. Sammeln Sie einige Antworten, ohne sie zu korrigieren. Erklären Sie, dass manche Aktivitäten in mehr als eine Kategorie passen können. Die visuellen Hilfsmittel können zur Unterstützung dieses Schrittes genutzt werden (Siehe Anhang A)
  2. Erklären Sie die drei Kategorien an der Tafel:
  • Arbeit: Dinge, die wir tun müssen
  • Erholung: Dinge, die uns helfen, uns zu erholen
  • Spiel: Dinge, die wir zum Spaß auswählen

Ziel in den Worten der Schüler:innen

  • "Herausfinden, was ich für Arbeit, Erholung und Spiel mache, und sehen, ob ich ein gutes Gleichgewicht habe."
AKTIVITÄT

30 Minuten

Vorbereitung

  1. Bereite das Poster oder die Tafel mit drei klaren, sich überschneidenden Bereichen vor (Siehe Anhang B):
  • ARBEIT
  • RUHE
  • SPIEL
  1. Lege die Aktivitätskarten so aus, dass alle Schüler sie sehen können.

Vormachen

  1. Wähle eine Karte (z. B. „schlafen“ oder „Hausaufgaben“) und denke laut nach:
  • „Ich könnte das bei ‚RUHE‘ einordnen, weil es meinem Körper hilft, sich zu erholen.“
  1. Lege die Karte ab
  2. Frage die Schüler, ob sie zustimmen oder die Karte woanders hinlegen würden.

Runde Eins: Gemeinsames Sortieren

  1. Die Schüler wählen abwechselnd eine Karte aus und legen sie unter ARBEIT, RUHE oder SPIEL.
  2. Lehrkraft fragt nach:
  • „Warum hast du diese Kategorie gewählt?“
  • „Könnte das auch woanders passen?“
  1. Optionale Variante:
  • Schüler stimmen vor dem Ablegen ab
  • Memory-ähnliches Zuordnen vor dem Sortieren

Zwischenstand

  1. Schaut euch das fertige Poster gemeinsam an.
  2. Frage:
  • „Gehört etwas in mehr als eine Gruppe?“
  • „Sind wir uns alle einig?“
  1. Betone, dass sich die Kategorien überschneiden können.

Runde Zwei: Mein Tagesablauf (20 Minuten)

  1. Die Schüler füllen ein oder mehrere Arbeitsblätter zu ihrem Tagesablauf aus:
  • Tagesablauf
  • Wochenablauf
  • Jahresablauf
  1. Sie tragen Aktivitäten aus ihrem eigenen Leben ein.
  2. Diskussionsanregungen:
  • „Wo findest du Arbeit in deinem Tagesablauf?“
  • „Wann ruhst du dich aus?“
  • „Welches Spiel findet jeden Tag, jede Woche oder jedes Jahr statt?“

Reflexion

Optionale vertiefende Diskussion:

  • „Was passiert, wenn es zu viel Arbeit gibt?“
  • „Was passiert, wenn es keine Ruhe oder kein Spiel gibt?“
NACHBEREITUNG

5 Minuten

  1. Fasse die wichtigsten Ideen zusammen:
  • Jeder braucht Arbeit, Ruhe und Spiel
  • Gleichgewicht ist wichtig
  • Jeder Mensch hat einen anderen Tagesablauf
  1. Ausblick:
  • Diese Entscheidungen beeinflussen Energie, Gesundheit und Lernen.
  1. Optionale Hausaufgabe: Die Schüler fragen einen Elternteil oder eine Betreuungsperson, wie Arbeit, Ruhe und Spiel aussahen, als sie im gleichen Alter waren.
SCHLIESSEN
  1. Sammle Karteikarten und Arbeitsblätter ein
  2. Entferne oder räume das Poster bei Bedarf weg
  3. Bedanke dich bei den Schülern für ihre Teilnahme
  4. Abschließende Botschaft an die Schüler: "Jeder hat eine andere Routine, aber Ausgewogenheit ist wichtig."

NOTIZEN

Klassenmanagement
  • Ermutige zu respektvollem Widerspruch
  • Erlaube den Schülern, ihre Meinung zu ändern
Erweiterungen & Zusatzaktivitäten
  • Wiederhole die Aktivität für Wochenenden im Vergleich zu Schultagen
  • Vergleiche Routinen in verschiedenen Jahreszeiten und an Feiertagen
Differenzierung
  • Ältere Schüler: Die Schüler können eigene Karten mit Haftnotizen schreiben.
  • DaZ/Barrierefreiheit: Verwende Symbole und Gesten
  • Sicherheit: Beaufsichtige die Bewegung im Klassenraum

Anhänge

2.2 Energieökonomie

Aktivitätstyp Interaktive Reflexion • Diagramm-Aktivität

Dauer 35 Minuten

Gruppierung Gemeinsame Klassendiskussion, danach individuelles Diagrammzeichnen

Beschreibung

Die Schüler:innen erforschen, wie sich ihre Energie im Laufe des Tages verändert, indem sie typische Aktivitäten auf einem gemeinsamen Klassendiagramm und einem persönlichen Energie-Tracker eintragen. Durch das Visualisieren von Energie-Hochs und -Tiefs im Tagesverlauf entwickeln die Lernenden frühzeitig ein Bewusstsein für Anstrengung, Erholung und den Umgang mit Energie. Diese Aktivität bildet die Grundlage für spätere Lektionen zu Zeitpräferenz, Wert und bewusster Entscheidungsfindung.

Lernziele

Am Ende dieser Aktivität werden die Lernenden:

  • Erkennen, dass sich das Energieniveau im Laufe des Tages verändert
  • Aktivitäten identifizieren, die Energie geben oder verbrauchen
  • Persönliche tägliche Energie-Muster visualisieren
  • Anfangen, darüber nachzudenken, wie Zeit und Energie genutzt werden
Materialien
  • Bildkarten oder Flashcards mit Alltagsaktivitäten (Frühstücken, Zähneputzen, zur Schule gehen, Hausaufgaben machen, draußen spielen, fernsehen, schlafen usw.)
  • Individuelle Energie-Tracker-Arbeitsblätter (Siehe Anhang B)
  • Buntstifte, Bleistifte, Filzstifte
  • Optional: Gedruckte Mini-Bilder für Nicht-Schreibende, visuelle Hilfsmittel (Siehe Anhang A)
Ausstattung
  • Großes Whiteboard oder Poster für das Klassen-Energie-Tracker-Diagramm
  • Whiteboard-Marker
  • Klebeband oder Magnete für die Bildkarten
  • Optional: Beamer oder visueller Timer

VORGEHEN

EINSTIEG
  1. Bereite ein großes Energie-Tracker-Diagramm an der Tafel oder auf einem Poster vor:
  2. Horizontale Achse: Tageszeit (Sonnenaufgang → Sonnenuntergang)
  3. Vertikale Achse: Energieniveau (Niedrig → Hoch)
  4. Lege die Bildkarten so aus, dass sie sichtbar und leicht zugänglich sind.
  5. Bereite individuelle Arbeitsblätter und Schreibmaterialien vor.
  6. Sorge für ausreichend Platz, damit die Schüler:innen sicher zur Tafel gehen können.
VORAKTIVITÄT

3–5 Minuten

  1. Führe die Idee ein:
  2. Frage die Klasse:
  3. Mache es persönlich:
  4. Nutze schnelle Handzeichen-Fragen:

Ziel in den Worten der Schüler:innen

  • "Sehen, wie sich meine Energie im Laufe des Tages verändert und was mir Energie gibt oder nimmt."
AKTIVITÄT

30 Minuten

Vorbereitung

  1. Wenn möglich, verwende visuelle Hilfsmittel, um Zeit- und Energieverfolgung zu veranschaulichen (Siehe Anhang A)
  2. Kehre zu dem zuvor gezeichneten Energie-Tracker-Diagramm zurück.
  3. Erkläre, dass die waagerechte Linie den Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zeigt.
  4. Erkläre, dass die senkrechte Linie die Energie von wenig (unten) bis viel (oben) darstellt.
  5. Bitte die Schüler, Beispiele für Aktivitäten zu nennen, die sie morgens, nachmittags und abends machen.

Vormachen

  1. Wähle eine Karte, zum Beispiel Frühstücken.
  2. Frage: „Wann machst du das normalerweise?“ und „Gibt dir das Energie oder kostet es Energie?“
  3. Platziere die Karte mithilfe der Schüler auf dem Diagramm.
1. Gruppendiagramm

15 Minuten

  1. Zeige jeweils eine Aktivitätskarte.
  2. Frage: „Wann machst du das normalerweise?“ und „Gibt das Energie oder kostet es Energie?“
  3. Platziere die Karte mithilfe des Klassenkonsenses von links nach rechts je nach Tageszeit und von unten nach oben je nach Energieniveau.
  4. Wiederhole dies mit 8–10 Aktivitätskarten.
  5. Ermutige zur Diskussion und zu Meinungsverschiedenheiten, indem du daran erinnerst, dass sich Aktivitäten für verschiedene Menschen unterschiedlich anfühlen können.
  6. Tritt einen Schritt zurück und betrachte das fertige Diagramm.
  7. Frage: „Was fällt euch auf?“ „Wann scheint die Energie am höchsten zu sein?“ „Was passiert später am Tag?“
2. Individuelles Diagramm

10–15 Minuten

  1. Verteile Energie-Tracker-Arbeitsblätter. (Siehe Anhang B)
  2. Erkläre den Schülern, dass sie über einen typischen Tag nachdenken, 4–6 Aktivitäten auswählen und diese mit Worten oder Zeichnungen auf ihrem eigenen Diagramm eintragen sollen.
  3. Unterstütze Nicht-Schreiber, indem du gedruckte Bilder zum Aufkleben oder Ankleben bereitstellst, Zeichnen statt Schreiben erlaubst und bei Bedarf einen Partner zur Seite stellst.

Reflexion

2 Minuten

  1. Frage: „Zu welcher Tageszeit hast du am meisten Energie?“ „Welche Aktivität verbraucht am meisten Energie?“ „Was hilft dir, dich ausgeruhter zu fühlen?“ „Wie könntest du deine Energie besser nutzen?“
  2. Für ältere Schüler: Frage: „Was passiert, wenn du morgens deine ganze Energie verbrauchst?“ und „Wie können wir Energie für wichtige Dinge aufsparen?“
NACHBEREITUNG

3 Minuten

Inhaltliche Wiederholung mit den Schülern

  1. Wiederhole, dass sich die Energie im Laufe des Tages verändert, Aktivitäten die Energie unterschiedlich beeinflussen und Menschen verschiedene Energieverläufe haben.
  2. Stelle den Bezug zur Zukunft her, indem du erklärst, dass diese Muster beeinflussen, wie wir arbeiten, ruhen, spielen und Entscheidungen treffen.
ABSCHLUSS

5 Minuten

  1. Sammle Arbeitsblätter und Materialien ein.
  2. Entferne oder lösche das Klassendiagramm bei Bedarf.
  3. Bedanke dich bei den Schülern für ihre Teilnahme und betone noch einmal, dass Energie begrenzt ist und wie wir sie nutzen, wichtig ist.

NOTIZEN

Klassenmanagement
  • Verwende klare Gesprächsregeln, begrenze die Entscheidungszeit für das Platzieren auf wenige Sekunden, fördere Zuhören und respektvolle Meinungsverschiedenheiten.
Erweiterungen & Zusatzaktivitäten
  • Vergleiche Energie-Diagramme von Schultagen und Wochenenden, Diagrammvergleiche in Kleingruppen, physische Energie-Demonstration durch Hocken für wenig Energie und aufrechtes Stehen für viel Energie.
  • Wende die gleichen Prinzipien an, um Energie über längere Zeiträume zu betrachten (wöchentlich, saisonal, Lebensspanne usw.)
Differenzierung
  • Jüngere Schüler: Optional Partnerunterstützung für jüngere Schüler, Zeichnen und Bildkarten.
  • ELL/Barrierefreiheit: visuelle Hilfsmittel, Vorzeigen, Unterstützung durch Partner.
  • Sicherheit: Beaufsichtigen der Bewegungen in der Nähe der Tafel.

Anhänge

2.3 Das ist nicht fair!

Aktivitätstyp Spielerische Erkundung – Strukturierte Diskussion – Erfahrungsbasiertes Lernen

Dauer 60 Minuten

Gruppierung Lehrkraft-geführte Demonstration, individuelle Teilnahme, Reflexion in der gesamten Klasse, optional in Paaren oder Kleingruppen

Beschreibung

Die Schüler:innen erforschen das Konzept der Fairness, indem sie an einer Reihe kurzer Spiele teilnehmen, bei denen Belohnungen auf unterschiedliche Weise verteilt werden. Durch direkte Erfahrung vergleichen die Lernenden ungerechte Systeme, Zufallssysteme, leistungsbasierte Systeme und Proof of Work. Emotionale Reaktionen sind willkommen und werden genutzt, um eine strukturierte Reflexion zu unterstützen. Die Aktivität schafft ein grundlegendes Verständnis von Fairness, Belohnung und Chancengleichheit.

Lernziele

Am Ende dieser Aktivität werden die Lernenden:

  • Ungerechte, zufällige, leistungsbasierte und faire Systeme erleben und erkennen
  • Verstehen, dass nicht alle Belohnungen gleich verdient werden
  • Erkennen, dass Fairness gleiche Regeln und gleiche Chancen erfordert
  • Wortschatz und emotionale Bewusstheit rund um Leistung, Belohnung und Fairness aufbauen
  • Konzepte für Proof of Work vorbereiten
Materialien
  • Perlen oder kleine Spielsteine als Belohnungen („My Stack“)
  • Karten oder Bilder mit Eigenschaften oder Merkmalen (Haarfarbe, Kleidung, Geburtstage usw.)
  • Zeichenpapier und Bleistifte
  • Würfel
  • Kartenspiel
  • Optional: Visuelle Unterstützung (Siehe Anhang A), Beschriftungen für jede Runde (Ungerecht, Zufall, Arbeit, Proof of Work)
Ausrüstung
  • Timer oder Stoppuhr
  • Zentraler Tisch oder Behälter als „Bank“
  • Freier Platz für bewegungsbasierte Spiele

VORGEHEN

EINSTIEG 
  1. Räumen Sie einen ausreichend großen Bereich für körperliche Herausforderungen frei.
  2. Bereiten Sie eine zentrale „Bank“ mit allen Perlen vor.
  3. Richten Sie Platz für Bewegung ein und achten Sie auf Sicherheit.
  4. Bereiten Sie Beschriftungen für jede Spielrunde vor.
  5. Legen Sie die Materialien so bereit, dass die Übergänge zwischen den Runden schnell erfolgen können.
VOR DER AKTIVITÄT

5 Minuten

  1. Begrüßen Sie die Schüler:innen und sorgen Sie für eine motivierende Atmosphäre.
  2. Erklären Sie: „Heute werden wir Spiele spielen, aber nicht alle werden fair sein.“
  3. Führen Sie das Konzept von My Stackein: Die Schüler:innen versuchen, Perlen zu verdienen, dürfen aber nur die Perlen behalten, die sie in Spielen gewonnen haben, die die Klasse als fair einstuft.
  4. Fragen Sie die Schüler:innen: „Was bedeutet fair für euch?“ „Fällt euch eine Situation ein, in der euch etwas unfair vorkam?“ „Wie habt ihr euch dabei gefühlt?“
  5. Erwartungen klären deutlich: „Wir werden vier kurze Spiele spielen. Nach jedem Spiel entscheidet ihr, ob es fair war.“

Ziel in den Worten der Schüler

  • „Teste aus, welche Spiele fair sind und welche nicht – und warum.“
AKTIVITÄT

45 Minuten

Vorbereitung

  1. Erkläre, dass das Ziel ist, ‚My Stack‘ zu vergrößern, indem man Perlen verdient.
  2. Erkläre, dass nach jeder Runde die Klasse abstimmt, ob das Spiel fair war.
  3. Erkläre, dass Perlen aus unfairen Spielen an die Bank zurückgegeben werden müssen.
  4. Erkläre, dass ein faires Spiel wiederholt werden kann, damit die Schüler ihre Belohnungen behalten dürfen.

Vormachen

  1. Zeige, wie Perlen verdient und an die Bank zurückgegeben werden.
  2. Zeige respektvolle Reaktionen auf Gewinnen, Verlieren und Meinungsverschiedenheiten.
Runde 1: Unfair

10 Minuten

  1. Wähle eine unfaire Methode, zum Beispiel einen Malwettbewerb, der nach Vorlieben der Lehrkraft bewertet wird, ein voreingenommenes Spiel basierend auf willkürlichen Merkmalen oder eine ungleiche Verteilung nach Eigenschaften wie Körpergröße oder Namensreihenfolge.
  2. Verteile die Perlen nach der gewählten Methode.
  3. Frage: „War das fair?“ „Hatten alle die gleiche Chance?“ „Hat Anstrengung eine Rolle gespielt?“
  4. Gib alle Perlen an die Bank zurück.
Runde 2: Zufall

10 Minuten

  1. Wähle eine zufällige Belohnungsmethode, zum Beispiel Würfeln oder Kartenziehen.
  2. Verteile die Perlen nach Glück.
  3. Frage: „War das fair?“ „Hat Anstrengung den Gewinner bestimmt?“
  4. Wenn die Klasse meint, es war unfair, gib alle Perlen an die Bank zurück.
Runde 3: Arbeit

10 Minuten

  1. Stelle körperliche oder geistige Herausforderungen wie Hampelmänner, Liegestütze, Wettstarren oder Armdrücken vor.
  2. Verteile Perlen für das Abschließen oder Gewinnen der Aufgaben.
  3. Frage: „War das für alle fair?“ „Konnte jeder gleich gut mitmachen?“
  4. Gib die Perlen zurück, außer die Klasse ist sich einig, dass das System fair war.
Runde 4: Proof of Work

10 Minuten

  1. Gib jedem Schüler fünf Würfel.
  2. Lege ein klares Ziel fest, zum Beispiel dreimal die gleiche Zahl zu würfeln.
  3. Die Schüler würfeln wiederholt, bis sie Erfolg haben, und würfeln jedes Mal neu, wenn sie scheitern.
  4. Frage: „Kann jeder dieses Spiel gewinnen?“ „Hatten alle die gleiche Chance?“ „Fühlt sich das fairer an als die anderen?“
  5. Wenn als fair anerkannt, dürfen die Schüler die Perlen behalten und zu My Stack hinzufügen.

Optional: Bestimme einen wechselnden Schüler, der die Ergebnisse überprüft, bevor die Belohnungen bestätigt werden.

Zwischenstopp

  1. Mache nach jeder Runde eine kurze Pause, um die Urteile der Schüler einzuholen.
  2. Halte fest, welche Systeme abgelehnt und welche als fair akzeptiert wurden.

Reflexion

  • Frage die Schüler, wie sich jedes Spiel für sie angefühlt hat.
  • Frage, was das letzte Spiel anders gemacht hat.
  • Betone, dass Fairness von Regeln, Chancen und Überprüfbarkeit abhängt.
NACHBEREITUNG

10 Minuten

  1. Besprecht die vier erlebten Systeme: unfair, zufällig, arbeitsbasiert, Proof of Work.
  2. Diskutiert, warum Proof of Work allen die gleiche Chance gegeben hat.
  3. Stellt eine Verbindung zu realen Systemen her, in denen Belohnungen verdient werden.

Optionale Geschichte oder kreative Reflexion: Die Schüler zeichnen oder schreiben über eine Situation, in der sich etwas unfair angefühlt hat, oder über ein System, das sie als fair empfinden.

SCHLIESSEN

5 Minuten

  1. Sammelt Perlen und Materialien ein.
  2. Räumt den Arbeitsbereich auf.
  3. Dankt den Schülern für ihr respektvolles Mitmachen.
  4. Abschließende Botschaft an die Schüler: „Faire Systeme geben allen die gleichen Regeln und die gleiche Chance.“

NOTIZEN

Klassenmanagement
  • Sprecht Gefühle offen an und normalisiert Frustration.
  • Behalte beim Verteilen der Perlen die Ruhe und Kontrolle.
  • Wechselt die Rollen, um Inklusion zu gewährleisten.
Erweiterungen & Zusatzaktivitäten
  • Erzählt die Aktivität als Geschichte oder Fabel nach.
  • Vergleicht Fairness in Spielen mit Fairness im echten Leben.
Differenzierung
  • Jüngere Schüler: weniger Würfel oder gemeinsame Würfe.
  • DaZ/Barrierefreiheit: visuelle Hinweise, Vorzeigen, Buddy-System.
  • Sicherheit: Beaufsichtigt körperliche Herausforderungen und bietet Alternativen an.

Anhänge

2.4 Das ist nicht fair (Geschichtenzeit)

AktivitätstypGeschichtenzeit – Geführte Diskussion – Moralisches Urteilsvermögen

Dauer30–40 Minuten

GruppierungGesamte Klasse

Beschreibung

Die Schüler hören eine vom Lehrer vorgelesene Geschichte, in der Figuren Belohnungen erhalten, die möglicherweise nicht ihrem Einsatz entsprechen. An wichtigen Stellen hält der Lehrer die Geschichte an, um Diskussion und Urteilsbildung einzuladen. Die Lernenden reflektieren über Fairness, Anstrengung, Glück und ungleiche Ergebnisse und entwickeln so moralisches Urteilsvermögen und einen Wortschatz, der spätere Lektionen über Arbeit, Belohnung und Proof of Work unterstützt.

Lernziele

Am Ende dieser Aktivität werden die Lernenden:

  • Situationen erkennen, die sich fair oder unfair anfühlen
  • Den Zusammenhang zwischen Anstrengung und Belohnung anhand von Ereignissen in der Geschichte herstellen
  • Üben, Meinungen und Gefühle respektvoll auszudrücken
  • Frühes moralisches Urteilsvermögen anhand realer Beispiele entwickeln
Materialien
  • Ein vom Lehrer ausgewähltes Bilderbuch, das Anstrengung und Belohnung thematisiert
  • Zeichenpapier und Bleistifte oder Buntstifte
  • Optional:Ausgedruckte Bilder der Figuren aus der Geschichte, Haftnotizen zum Markieren von Pausenstellen in der Geschichte
Ausstattung
  • Gemütlicher Vorlesebereich (Teppich, Stühle, Sitzkreis)
  • Optional: Visueller Timer, um die Diskussionspausen zu steuern

VORGEHEN

EINSTIEG 
  1. Wählen Sie eine Geschichte aus, in der eindeutig Figuren vorkommen, die sich anstrengen, Figuren, die das nicht tun, und Belohnungen, die hinterfragt werden können (siehe Anhang A & B).
  2. Lesen Sie die Geschichte vorher und markieren Sie 3–5 klare Pausenstellen, an denen über Fairness gesprochen werden kann.
  3. Ordnen Sie die Sitzplätze so an, dass alle Schüler gut sehen und hören können.
  4. Bereiten Sie Zeichenmaterialien für die Reflexionsaufgabe vor.
VOR DER AKTIVITÄT

2 Minuten

  1. Sagen Sie den Schülern: „Heute lese ich euch eine Geschichte vor, aber wir werden beim Lesen immer wieder anhalten und nachdenken.“
  2. Fragen Sie: „Was bedeutet fair?“
  3. Fragen Sie: „Kann sich etwas unfair anfühlen, auch wenn es den Regeln entspricht?“
  4. Erklären Sie die Schlüsselfrage der Stunde: „Während wir lesen, werden wir uns immer wieder eine Frage stellen:Ist das fair?

Ziel in den Worten der Schüler

  • „Höre eine Geschichte und entscheide, ob die Figuren bekommen, was sie verdienen.“
AKTIVITÄT

20–25 Minuten

Vorbereitung

  1. Zeigen Sie das Buchcover und stellen Sie die Figuren kurz vor.
  2. Sagen Sie den Schülern, dass Sie während der Geschichte Pausen machen werden, um gemeinsam nachzudenken.

Vormachen

  1. Bevor Sie vorlesen, machen Sie ein Beispiel für ein Fairnessurteil vor: „Wenn jemand sich anstrengt und nichts bekommt, fühlt sich das vielleicht unfair an.“
  2. Erinnern Sie die Schüler daran, dass es keine richtigen oder falschen Antworten gibt, sondern nur Begründungen.

Durchführung

  1. Beginnen Sie, die Geschichte laut vorzulesen.
  2. Beim ersten Haltepunkt anhalten und fragen: „Was ist gerade passiert?“
  3. Fragen: „Hat diese Figur für diese Belohnung gearbeitet?“
  4. Fragen: „Fühlt sich das gerecht an? Warum oder warum nicht?“
  5. Weiterlesen und diesen Prozess an jedem markierten Haltepunkt wiederholen.
  6. Ermutigen Sie die Schüler, ihre Antworten mit Begründungen zu untermauern, nicht nur mit Meinungen.

Zwischenstopp

  1. Auf halbem Weg durch die Geschichte anhalten und fragen: „Wer wird deiner Meinung nach bisher gerecht behandelt?“
  2. Fragen: „Wer nicht?“
  3. Fragen: „Glaubst du, das wird sich bis zum Ende ändern?“

Reflexion

  • Nach dem Ende der Geschichte fragen: „Welcher Teil fühlte sich am ungerechtesten an?“
  • Fragen: „Welche Figur hat am härtesten gearbeitet?“
  • Fragen: „Hat sich Anstrengung immer ausgezahlt?“
NACHBEREITUNG

10 Minuten

  1. Die Hauptideen wiederholen: Anstrengung, Belohnung, Gerechtigkeit.
  2. Fragen: „Was macht eine Belohnung gerecht?“
  3. Fragen: „Soll jeder die gleiche Belohnung bekommen, oder sollte die Anstrengung zählen?“
  4. Ausblick: „In den nächsten Stunden werden wir Systeme erkunden, in denen Anstrengung über die Belohnung entscheidet.“
ABSCHLUSS
  1. Malutensilien einsammeln und den Lesebereich aufräumen.
  2. Den Schülern für ihr Zuhören und das Teilen ihrer Ideen danken.
  3. Abschließende Botschaft an die Schüler: „Gerechtigkeit bedeutet nicht nur das Ergebnis, sondern auch Anstrengung und Chancen.“

NOTIZEN

Klassenmanagement
  • Emotionale Reaktionen und Meinungsverschiedenheiten normalisieren
  • Sicherstellen, dass alle Stimmen gehört werden
  • Pausen kurz und fokussiert halten
Erweiterungen & Zusatzaktivitäten
  • Die Schüler zeichnen eine Szene und zeigen, ob sie gerecht oder ungerecht war.
  • Das Ende umschreiben, um es gerechter zu machen
  • Eine Szene nachspielen und über die Gerechtigkeit abstimmen
Differenzierung
  • Jüngere Schüler: Ja/Nein-Abstimmung zur Gerechtigkeit mit Daumen
  • DaZ/Barrierefreiheit: visuelle Hilfen und vereinfachte Fragen
  • Sicherheit: sitzende Aktivität, minimale Bewegung

Anhänge

2.5 Zeitpräferenz

AktivitätstypGeschichten erzählen – Geführte Diskussion – Vergleichsaktivität

Dauer20 Minuten

GruppierungLehrkraft-geführt, gesamte Klasse

Beschreibung

Die Schüler erkunden das Konzept der Zeitpräferenz anhand einer bekannten Geschichte,Die drei kleinen Schweinchen. Durch das Zuhören der Geschichte, das Diskutieren der Entscheidungen der Figuren und den Vergleich der Baumaterialien reflektieren die Lernenden über kurzfristige Bequemlichkeit im Gegensatz zu langfristiger Stabilität. Die Aktivität hilft Kindern zu verstehen, dass Anstrengung und Geduld später zu besseren Ergebnissen führen können.

Lernziele

Am Ende dieser Aktivität werden die Lernenden:

  • Erkennen, dass schnell getroffene Entscheidungen später Konsequenzen haben können
  • Verstehen, dass Anstrengung und Geduld zu stärkeren Ergebnissen führen können
  • Beginnen, das Konzept der Zeitpräferenz in einfachen Worten zu begreifen
  • Üben, Optionen zu vergleichen und ihre Überlegungen zu erklären
Materialien
  • Bilderbuch oder gedruckte visuelle Version vonDie drei kleinen Schweinchen
  • Visuelle Hilfsmittel, die Häuser aus Stroh, Holz und Ziegeln zeigen (Siehe Anhang A)
  • Buntstifte oder Filzstifte
  • Schön zu haben:Handpuppen oder Figuren-Ausschnitte
Ausstattung
  • Whiteboard oder Plakatwand für Notizen aus der Gruppendiskussion
  • Filzstifte
  • Schön zu haben: Beamer oder Bildschirm zum Anzeigen von Bildern

VORGEHEN

EINSTIEG 
  1. Bereiten Sie das Bilderbuch und die visuellen Hilfsmittel so vor, dass sie beim Vorlesen leicht gezeigt werden können.
  2. Richten Sie das Board oder den Plakatbereich ein, um die Ideen der Schüler aufzuschreiben.
  3. Legen Sie Arbeitsblätter und Buntstifte so bereit, dass sie schnell verteilt werden können.
VORAKTIVITÄT

3 Minuten

  1. Fragen Sie: „Wer kennt die Geschichte vonDie drei kleinen Schweinchen?“
  2. Fragen Sie: „Was erinnert ihr euch über die Häuser, die sie gebaut haben?“
  3. Erklären Sie, dass die Klasse eine Geschichte anhören und über die Entscheidungen jedes Schweinchens nachdenken wird.

Ziel in den Worten der Schüler

  • „Höre die Geschichte an und entscheide, welche Entscheidungen klug waren und warum.“
AKTIVITÄT

15 Minuten

Vorbereitung

  1. Erklären Sie, dass die Schüler eine Geschichte anhören, Bilder anschauen und darüber sprechen werden, was klug oder weniger klug war.
  2. Erinnern Sie die Schüler daran, respektvoll zuzuhören und sich beim Sprechen abzuwechseln.

Modell

  1. Vor dem Lesen gib ein einfaches Beispiel: „Manchmal fühlt sich der einfache Weg jetzt gut an, aber der starke Weg hilft später.“
  2. Erkläre, dass die Geschichte ihnen helfen wird, den Unterschied zu erkennen.

Durchführung

  1. Lies die Geschichte
    1. Lies Die drei kleinen Schweinchen laut mit ausdrucksstarken Stimmen vor.
    2. Zeige für jedes Haus ein Bild, sobald es in der Geschichte vorkommt.
    3. Mache gelegentlich eine Pause und frage: „Was glaubst du, passiert als Nächstes?“
    4. Betone, wie schnell jedes Haus gebaut wird und wie es dem Wolf standhält.
  2. Gruppendiskussion
    1. Frage: „Welches Haus war das stärkste?“
    2. Frage: „Welches Haus wurde am schnellsten gebaut?“
    3. Frage: „Welches Schweinchen hat am längsten gebaut?“
    4. Frage: „Was ist passiert, als der Wolf kam?“
    5. Führe Entscheidungen und Konsequenzen ein, indem du fragst: „War es eine gute Idee, den einfachen Weg zu wählen?“ und „Warum hat das Backsteinhaus gehalten?“
    6. Führe den Begriff Zeitpräferenz in einfacher Sprache ein: „Zeitpräferenz bedeutet, jetzt etwas Einfaches zu wählen oder später etwas Besseres zu bekommen.“
  3. Vergleichsaktivität
    1. Gib jedem Schüler ein Vergleichsarbeitsblatt oder zeige die Tabelle an der Tafel (Siehe Anhang A).
    2. Geht gemeinsam jedes Material durch: Stroh, Holz, Ziegel.
    3. Bitte die Schüler, die Kästchen anzukreuzen, die ihrer Meinung nach zu jedem Material passen.
    4. Frage: „Welches Haus würdest du bauen?“ und „Warum?“

Reflexion

  • Bitte die Schüler zu erklären, welches Material am längsten hält.
  • Bitte die Schüler zu erklären, welches Material am schnellsten zu bauen ist.
  • Achte auf Begründungen, die den Aufwand mit dem Ergebnis verbinden.
  • Frage: „Fällt dir eine Situation ein, in der Warten dir geholfen hat?“
NACHBEREITUNG

3–5 Minuten

  • Wiederhole die Hauptidee: Kurzfristige Entscheidungen können langfristige Probleme verursachen.
  • Übertrage das Konzept der Zeitpräferenz auf Alltagsentscheidungen, wie z.B. Süßigkeiten aufheben oder erst die Arbeit beenden, bevor man spielt.
  • Betone, dass Geduld und Anstrengung zu besseren Ergebnissen führen können.
ABSCHLUSS

2 Minuten

  1. Sammle Arbeitsblätter und Stifte ein.
  2. Räume den Diskussionsbereich auf.
  3. Bedanke dich bei den Schülern für ihre Teilnahme.
  4. Abschließende Botschaft: „Wenn du jetzt mehr arbeitest, kann das Leben später sicherer und leichter werden.“

NOTIZEN

Falls Lehrkräfte es bevorzugen, können auch andere Geschichten vorgelesen werden. Der Fokus dieser Aktivität liegt darauf, die Bedeutung der Zeitpräferenz und ihre Auswirkungen auf Ergebnisse zu besprechen.

Klassenmanagement
  • Halte das Geschichtenerzählen interaktiv mit Vorhersagen und Gesten
  • Nutze Pausen, um Aufmerksamkeit und Beteiligung zu steuern
Erweiterungen & Zusatzaktivitäten
  • Nutze Pausen, um Aufmerksamkeit und Beteiligung zu steuern
  • Besprecht heute verwendete Materialien wie Plastik, Holz, Leder oder Stein
Differenzierung
  • Jüngere Schüler:innen: Zeigen, Bilder, Ja/Nein-Fragen
  • ELL/Barrierefreiheit: Wiederholungen, Bilder, vereinfachte Sprache
  • Sicherheit: sitzende Aktivität, minimale Bewegung

QUELLEN

Anhänge

2.6 Kluge Entscheidungen

Aktivitätstyp Diskussion – Visuelle Demonstration – Kreatives Basteln – Einfaches Spiel

Dauer 60 Minuten

Gruppierung Gesamte Klasse für die Diskussion, einzeln für das Basteln, Paare oder Kleingruppen für das Spiel und die Reflexion

Beschreibung

Die Schüler erforschen, wie alltägliche Entscheidungen langfristige Ergebnisse beeinflussen, indem sie den Zeithorizont mit den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Arbeit, Freizeit und Bildung verbinden. Durch Diskussion, eine visuelle Zeitpräferenz-Achse, kreatives Superhelden-Design und ein unterhaltsames Vergleichsspiel reflektieren die Lernenden, wie kleine tägliche Entscheidungen Stärke, Fokus und zukünftigen Erfolg aufbauen.

Lernziele

Am Ende dieser Aktivität werden die Lernenden:

  • Verstehen, dass langfristiges Denken zu besseren Ergebnissen führt
  • Zeitpräferenz auf alltägliche Entscheidungen anwenden
  • Über Gewohnheiten in Bezug auf Gesundheit, Ernährung, Lernen und Arbeit reflektieren
  • Erkennen, dass sich kleine Entscheidungen im Laufe der Zeit summieren
Materialien
  • Superhelden-Vorlagen (Siehe Anhang A)
  • Zeitpräferenz (Siehe Anhang B)
  • Buntstifte, Wachsmalstifte oder Filzstifte
  • Perlen oder Spielsteine als Belohnungen
  • Süßigkeiten oder kleine Leckereien (optional)
  • Helden-Statistik-Bewertungsbogen (Siehe Anhang C)
Ausstattung
  • Whiteboard oder große Posterfläche
  • Marker
  • Kleber und Schere (optional)
  • Schön zu haben: Timer oder visuelle Stoppuhr

VORGEHEN

EINSTIEG 
  1. Bereite das Whiteboard mit Platz für eine Zeitpräferenz-Achse vor (Siehe Anhang B).
  2. Organisiere die Superhelden-Vorlagen, Malutensilien und Spielmaterialien.
  3. Bereite Perlen und optionale Leckereien vor.
  4. Sorge für ausreichend Platz für Gruppendiskussion und späteres Spielen.
VOR DER AKTIVITÄT

10 Minuten

  1. Fasse die vorherige Stunde zusammen mit Die drei kleinen Schweinchen.
  2. Frage: „Welches Haus hat am längsten gehalten?“ und „Warum war es das stärkste?“
  3. Zeichne eine horizontale Linie an die Tafel, um die Zeitpräferenz darzustellen.
  4. Beschrifte die linke Seite: Hohe Zeitpräferenz – will Ergebnisse sofort.
  5. Beschrifte die rechte Seite: Niedrige Zeitpräferenz – bereit, auf bessere Ergebnisse zu warten. Platziere Stroh, Stöcke und Ziegel entlang der Achse.

Ziel in den Worten der Schüler

  • „Lerne, wie meine heutigen Entscheidungen mich später stärker machen können.“
AKTIVITÄT

45 Minuten

Vorbereitung

  1. Erkläre, dass alltägliche Entscheidungen wie Baumaterialien sind.
  2. Erkläre, dass manche Entscheidungen schnell und spaßig, aber schwach sind, während andere Mühe kosten, aber länger halten.

Vorzeigen

  1. Gib ein Beispiel wie Süßigkeiten im Vergleich zu einer gesunden Mahlzeit.
  2. Platziere jedes Beispiel auf der Zeitpräferenz-Achse und erkläre warum.

Durchführung

1. Diskussion: Alltägliche Entscheidungen

20 Minuten

  1. Führe Kategorien ein: Ernährung, Gesundheit, Arbeit, Freizeit, Bildung.
  2. Gib Beispiele für jede Kategorie, wie Süßigkeiten im Vergleich zu Gemüse oder Hausaufgaben schnell erledigen im Vergleich zu sorgfältig machen.
  3. Frage die Schüler, wo jede Entscheidung auf die Achse gehört.
  4. Bitte die Schüler, ihre Platzierungen zu begründen.
2. Gestalte deinen Superhelden

25 Minuten

  1. Verteile Superhelden-Vorlagen.
  2. Weise die Schüler an, ihrem Helden einen Namen zu geben, das Kostüm zu färben und Favoriten in jeder Kategorie auszuwählen. Ermutige zu Kreativität und Fantasie.
  3. Überprüfe die Entscheidungen der Schüler und vergebe Stärke-Punkte für jeden Helden basierend auf der Zeitpräferenz.
3. Superhelden-Duell und Reflexion

15 Minuten

  1. Bilde Paare oder kleine Gruppen.
  2. Lass die Schüler die Werte ihrer Helden in Top-Trumps-Runden vergleichen.
  3. Betone, dass das Ziel das Lernen ist, nicht das Gewinnen.

Zwischenstand

  1. Beobachte, ob die Schüler erklären können, warum bestimmte Entscheidungen stärkere Helden erschaffen.
  2. Achte darauf, ob Verbindungen zwischen Anstrengung und langfristigen Ergebnissen hergestellt werden.

Reflexion

  • Frage: „Welche Entscheidungen haben deinen Helden am stärksten gemacht?“
  • Frage: „Gibt es eine Entscheidung, die du verbessern möchtest?“
  • Bitte die Schüler, eine Handlung mit niedriger Zeitpräferenz zu nennen, die sie diese Woche ausprobieren könnten.
NACHBEREITUNG

10 Minuten

  1. Wiederhole die Idee, dass kleine tägliche Entscheidungen sich mit der Zeit summieren.
  2. Betone, dass Anstrengung jetzt oft zu besseren Ergebnissen später führt.
  3. Stelle einen Bezug zum echten Leben her, indem du die Schüler bittest, eine Gewohnheit zu nennen, die sie heute üben können.
ABSCHLUSS

5 Minuten

  1. Sammle Materialien ein und räume die Bastelbereiche auf.
  2. Bedanke dich bei den Schülern für ihre Kreativität und Ehrlichkeit.
  3. Abschließende Botschaft: „Starke Zukünfte werden eine kleine Entscheidung nach der anderen gebaut.“

NOTIZEN

Klassenmanagement
  • Halte den Ton ermutigend und nicht wertend
  • Betone, dass Gewohnheiten erforscht und nicht bewertet werden
Erweiterungen & Zusatzaktivitäten
  • Gestalte die Hauptfigur nach einer Woche besserer Entscheidungen neu
  • Belohnungsaufschub-Challenge mit einer kleinen Leckerei und einer zusätzlichen Belohnung für das Warten
Unterscheidung
  • Jüngere Schüler: weniger Auswahlmöglichkeiten und angeleitete Auswahl
  • DaZ/Inklusion: Visualisierungen, Vorzeigen, Unterstützung durch einen Partner
  • Sicherheit: Beaufsichtigung von Scheren und Bewegungen

QUELLEN

Anhänge

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