2.1 Arbeiten, Ausruhen & Spielen
Aktivitätstyp Interaktive Gruppenaktivität – Persönliche Reflexion
Dauer 45 Minuten
Gruppierung Ganze Klasse für gemeinsame Aktivitäten, dann einzeln oder in Paaren für die Reflexion
Beschreibung
Die Schüler:innen erforschen, wie alltägliche Aktivitäten in Arbeit, Erholung und Spiel eingeteilt werden können. Durch eine gemeinsame Zuordnungsaufgabe und das individuelle Aufzeichnen ihres Tagesablaufs reflektieren die Lernenden, wie sie ihre Zeit über den Tag hinweg nutzen. Die Aktivität fördert ein erstes Bewusstsein für Ausgewogenheit, Energie und bewusste Zeitnutzung.
Lernziele
Am Ende dieser Aktivität werden die Lernenden:
- Aktivitäten als Arbeit, Erholung oder Spiel erkennen und einordnen
- Reflektieren, wie ihre Zeit im Alltag verteilt ist
- Die Bedeutung des Gleichgewichts zwischen Arbeit, Erholung und Spiel erkennen
- Beginnen, den Zusammenhang zwischen Zeitnutzung, Energie und Wohlbefinden herzustellen
Materialien
- Karten mit alltäglichen Aktivitäten (z. B. Zähneputzen, Hausaufgaben, Fußball, Videospiele, Schlafen, Kochen, Lesen)
- Leere Vorlagen für Tagesabläufe:
- Bleistifte, Buntstifte, Filzstifte
- Optional: Zusätzliche leere Karten für von Schüler:innen erfundene Aktivitäten, visuelle Hilfsmittel (Siehe Anhang A)
Ausstattung
- Großes Poster oder Tafel, unterteilt in ARBEIT – ERHOLUNG – SPIEL (Siehe Anhang B)
- Whiteboard oder Wandfläche
- Klebeband oder Magnete zum Befestigen der Karten
- Optional: Timer oder visuelle Uhr
VORGEHEN
EINSTIEG
3 Minuten
VORAKTIVITÄT
5–10 Minuten
- Fragen Sie die Schüler:innen:
- "Was ist Arbeit?"
- "Was ist Erholung?"
- "Was ist Spiel?"
- Sammeln Sie einige Antworten, ohne sie zu korrigieren. Erklären Sie, dass manche Aktivitäten in mehr als eine Kategorie passen können. Die visuellen Hilfsmittel können zur Unterstützung dieses Schrittes genutzt werden (Siehe Anhang A)
- Erklären Sie die drei Kategorien an der Tafel:
- Arbeit: Dinge, die wir tun müssen
- Erholung: Dinge, die uns helfen, uns zu erholen
- Spiel: Dinge, die wir zum Spaß auswählen
Ziel in den Worten der Schüler:innen
- "Herausfinden, was ich für Arbeit, Erholung und Spiel mache, und sehen, ob ich ein gutes Gleichgewicht habe."
AKTIVITÄT
30 Minuten
Vorbereitung
- Bereite das Poster oder die Tafel mit drei klaren, sich überschneidenden Bereichen vor (Siehe Anhang B):
- ARBEIT
- RUHE
- SPIEL
- Lege die Aktivitätskarten so aus, dass alle Schüler sie sehen können.
Vormachen
- Wähle eine Karte (z. B. „schlafen“ oder „Hausaufgaben“) und denke laut nach:
- „Ich könnte das bei ‚RUHE‘ einordnen, weil es meinem Körper hilft, sich zu erholen.“
- Lege die Karte ab
- Frage die Schüler, ob sie zustimmen oder die Karte woanders hinlegen würden.
Runde Eins: Gemeinsames Sortieren
- Die Schüler wählen abwechselnd eine Karte aus und legen sie unter ARBEIT, RUHE oder SPIEL.
- Lehrkraft fragt nach:
- „Warum hast du diese Kategorie gewählt?“
- „Könnte das auch woanders passen?“
- Optionale Variante:
- Schüler stimmen vor dem Ablegen ab
- Memory-ähnliches Zuordnen vor dem Sortieren
Zwischenstand
- Schaut euch das fertige Poster gemeinsam an.
- Frage:
- „Gehört etwas in mehr als eine Gruppe?“
- „Sind wir uns alle einig?“
- Betone, dass sich die Kategorien überschneiden können.
Runde Zwei: Mein Tagesablauf (20 Minuten)
- Die Schüler füllen ein oder mehrere Arbeitsblätter zu ihrem Tagesablauf aus:
- Tagesablauf
- Wochenablauf
- Jahresablauf
- Sie tragen Aktivitäten aus ihrem eigenen Leben ein.
- Diskussionsanregungen:
- „Wo findest du Arbeit in deinem Tagesablauf?“
- „Wann ruhst du dich aus?“
- „Welches Spiel findet jeden Tag, jede Woche oder jedes Jahr statt?“
Reflexion
Optionale vertiefende Diskussion:
- „Was passiert, wenn es zu viel Arbeit gibt?“
- „Was passiert, wenn es keine Ruhe oder kein Spiel gibt?“
NACHBEREITUNG
5 Minuten
- Fasse die wichtigsten Ideen zusammen:
- Jeder braucht Arbeit, Ruhe und Spiel
- Gleichgewicht ist wichtig
- Jeder Mensch hat einen anderen Tagesablauf
- Ausblick:
- Diese Entscheidungen beeinflussen Energie, Gesundheit und Lernen.
- Optionale Hausaufgabe: Die Schüler fragen einen Elternteil oder eine Betreuungsperson, wie Arbeit, Ruhe und Spiel aussahen, als sie im gleichen Alter waren.
SCHLIESSEN
- Sammle Karteikarten und Arbeitsblätter ein
- Entferne oder räume das Poster bei Bedarf weg
- Bedanke dich bei den Schülern für ihre Teilnahme
- Abschließende Botschaft an die Schüler: "Jeder hat eine andere Routine, aber Ausgewogenheit ist wichtig."
NOTIZEN
Klassenmanagement
- Ermutige zu respektvollem Widerspruch
- Erlaube den Schülern, ihre Meinung zu ändern
Erweiterungen & Zusatzaktivitäten
- Wiederhole die Aktivität für Wochenenden im Vergleich zu Schultagen
- Vergleiche Routinen in verschiedenen Jahreszeiten und an Feiertagen
Differenzierung
- Ältere Schüler: Die Schüler können eigene Karten mit Haftnotizen schreiben.
- DaZ/Barrierefreiheit: Verwende Symbole und Gesten
- Sicherheit: Beaufsichtige die Bewegung im Klassenraum